Kategorie: Exkursionen u. Reisen

Herbstlandschaften

Am 07.10.2017 haben wir uns zur Exkursion „Herbstbilder an der Sorpe und Umgebung“ getroffen.

Wir! Das waren diesmal Ralf und Ansgar.
Die Exkursion fand parallel zur Schottland-Fahrt statt, auf der Susanne, Sabine, Jörg, Thorsten und Dietmar waren.
Bleiben immer noch 9 Lichtfänger.
Von denen konnten aber bis auf Ralf und Ansgar kein anderer mehr. Vielleicht lag es an dem eher regnerischen Aussichten. Vermutlich ist es aber eher zum Jahresende immer schwieriger, alle unter einen Hut zu bekommen.

Wir haben uns also um 11 Uhr am Seilersee-Parkplatz getroffen.
Abstimmung über das Weitere für diese Exkursion:
– Wetteraussicht ist so la la – es ist aktuell trocken und lt. Wettervorhersage soll es aber in den nächsten 2 Stunden anfangen zu regnen
– und bei Herbstlandschaften erwarten wir bunte Blätter an den Bäumen
Die Temperaturen sind ehrlich gesagt noch gar nicht so kalt, als dass die Bäume die Blätter „werfen“. Sowohl hier am Seilersee als auch an der Sorpe. 
Wir haben kurz überlegt und uns dazu entschieden, in den Wald hinter dem Seilersee zu gehen. Passte von der Örtlichkeiten her und die kommende Aussicht auf Regen tat ihr übriges dazu. Und – wir beide waren noch nicht hier spazieren. Können wir also mal kennen lernen.

Auf der Suche nach bunten Blättern sind uns viele grüne und einige gelbe Blätter aufgefallen. Der Boden war ebenfalls schon mit herunter gefallenen Blättern bedeckt. Rote Blätter – Fehlanzeige. Am Hotel Vier Jahreszeiten haben wir dann doch einen Baum mit roten Blättern gefunden. Endlich.
Im weiteren Spaziergang mit Fachsimpelei über fotografische und andere Themen sind uns noch einige Pilze aufgefallen. (Passt – ist die Hausaufgabe!)

Nach zwei Stunden im Wald haben wir langsam das Ende des Rundwegs erreicht und es fängt auch gerade an zu tropfen. Also wieder zurück zum Auto.

Zusammenfassend haben wir auch ein paar Bilder gemacht. Nicht viele.

Ansgar

Galerie der Herbstlandschaften

Fotoreise nach Schottland

TAG 1 – Edinburgh

Die Koffer sind gepackt, Kameras, Objektive und Stative sind sicher verstaut, die Speicherkarten formatiert. Es ist so weit. Nach einem Jahr planen und vorbereiten  befinden wir uns auf dem Weg nach Edinburgh, Schottland. Und wenn alles gut geht, sind heute Abend, nach einem ersten Stadtrundgang, die Teilnehmer aus allen Himmelsrichtungen in einem Pub am Grassmarket oder der Victoria Street versammelt.

Nach einem ruhigen Flug haben wir Edinburgh pünktlich erreicht. Mit der Tram ging es bis fast vor die Haustür unsere Unterkunft. Direkt nach dem Beziehen unseres Domizils sind wir durch die Stadt gewandert, für den ersten Überblick erklommen wir den Calton Hill und weiter über die North Bridge zur Royal Mile. Um unseren letzte Teilnehmerin in Empfang zu nehmen, ging es zurück zur Unterkunft.

TAG 2 – Edinburgh

Nach einem ausgiebigen Frühstück sind wir in die Stadt aufgebrochen, um noch unentdeckte Gebiete zu entdecken.

Ein kurzer Besuch in der Tourist Information brachte auch schnell das gewünschte Ziel, ein Wanderweg entlang des „Water of Leith“, einem kleinen Fluß durch Edinburgh, an dem ich trotz mehrere Besuche noch nicht gewesen bin. Zu mittag sind wir in einem Pub in Stockbridge eingekehrt. Am Ende der Route steht der Hafen, den wir in der blauen Stunde abgelichtet haben. Den Tage haben wir in einem indischen Restaurant bei Chicken Massala, Naan und Mango Lassi ausklingen lassen.

TAG 3 – Highlands – Kinlochleven

Wir haben den Tag mit einem gemütlichen Frühstück begonnen. Nach mehrfachem auf und ab zum Koffer hinunter tragen sind wir mit der Tram zum Flughafen gefahren, um unseren Bus abzuholen. Unser erster Zwischenstop war unter den Forth Bridges. Weiter ging die Fahrt in die Highlands. Der zweite war bei Kaffee und Kuchen in Callander. Nach der Fahrt durch die wundervollen Highlands mit ausgesprochen abwechslungsreichen Wetter erreichten wir das Tagesziel in Kinlochleven. Zum Abschluss ging es in den Pub.

TAG 4 – The Jacobite

Am 4. Tag stand bereits einer der Höhepunkte auf dem Programm: The Jacobite, eine Dampflockfahrt von Fort William nach Mallaig und zurück.

Besinnlich startet die Fahrt bevor es schnaufend durch die Highlands hinauf zum Glenfinnan Viadukt geht. Weiter ging es bis nach Mallaig, wo man laut Reiseführer nicht viel mehr als die eineinhalb Stunden braucht um alles zu sehen. Es stimmt;-)


Auf dem Weg von Fort William haben wir einen Umweg über Glencoe in Richtung Glen Etive gemacht. Entlag eines fantastischen Flußtals, teilweise mit einer richtigen Klamm, über eine Single Track Road ging es durch ständig wechselnde Lichtbedingungen. Begleitet wurden wir durch die Brunftschreie der Hirsche. Apropos Hirsch: Jörg hat sich auf einen Hirsch eingeschossen, der sich direkt neben der Strasse nicht wegbewegen wollte. Bis auf wenige Meter angenähert, hatte sich der Hirsch dann doch enfernt.

Den Tageabschluss haben wir ganz traditionell im Pub genossen.

TAG 5 – Isle of Skye

Weiter ging die Reise in Richtung Nord-Westen, zur Isle of Skye. Entlang des Weges legten wir an besonderen Stellen wieder kurze Stops ein. Beispielsweise oberhalb des Eilean Donan Castle um den Blick von oben zur Einstimmung genießen zu können. Direkt im Anschluss besichtigten wir das Castle, das bereits in vielen Filmen als Kullisse gedient hat und als das meistfotografierte in Schottland gilt.

Nach weiteren kurzen Stops ging es über die Skye Bridge auf die Isle of Skye. Bei typisch wechslhaftem Wetter fuhren wir bis zu unserer Unterkunft. Nach kurzer Suche am Hang sind wir wieder aufgebrochen um das Örtchen mit seiner weltbekannten bunten Hafenpromenade zu fotografieren.

Danach ging es zum Tagesabschluss in ein Restaurant, welches uns von unserem Gastgeber empfohlen wurde. Es war wieder ein gelungener Tag mit schönen Fotomotiven.

Tag 6 – Isle of Skye

Nach unserem Frühstück brachen wir weiter in Richtung Norden auf, um Trotternish zu erkunden. Erster Halt, den wir mangels Sicht ausgelassen haben. Die Wolken der Wolkeninsel waren schlicht zu tief. Also weiter zu den Lealt Falls.

Rund um die Lealt falls gab es einiges zu erkunden, direkt an den Wasserfällen, einem alten Steinbruch und diversen Ruinen direkt am Meer.

Nächster Halt war am Kilt Rock und Mealt Falls. Ein sehr hoher Wasserfall vor den hohen Klippen.

Anschließend sind wir bis in die Wolken gefahren, hoch zum Quiraing. Diese waren jedoch so dicht, dass wir uns hier nicht lang aufgehalten haben. Außerdem wuchs der Kaffeedurst bei der durchaus feuchten Wetterlage.

Nach dem Kaffee haben wir noch Langzeitbelichtungen vom Hafen gemacht. Abschließend haben wir es uns zur Bildbesprechung bei Zitronentee und Bier bequem gemacht.

Tag 7 – Isle of Skye

Nach dem ordentlichen Frühstück ging die Fahrt nach Sligachan zum kurzen Halt an der alten Brücke. Danach ging es gleich weiter zu den Fairy Pools, sehr schöne Kaskaden von Wasserfällen, ideal für Langzeitbelichtungen. Hier sind wir etwas länger geblieben als gedacht;-)

Von hier aus waren bis zum Loch Brittle, wo die Straße am Strand endet. Also zurück nach Carbost zu Kaffee und Kuchen. Direkt gegenüber ist die einzige Destillerie auf Skye, die wir dann besichtigten. Zu jedem Schottlandbesuch gehört wenigstens eine Destilleriebesichtigung.

Abschließend waren wir auf einem steinzeilichen Rundbau, oben auf einem Hügel. Am Abend haben wir das wohl britischte Essen genossen, was man bekommen kann: Fish and Chips.

Bei einer Bildbesprecchung mit Bier und Whisky haben wir den Abend ausklingen lassen.


Tag 8 – Isle of Skye

Nach dem guten Aussichten für den Vormittag haben wir uns zum zweiten Mal zum Old Man of Storr aufgemacht. Hnd wirklich, eine fantastische Sicht auf und vom Storr war uns beschienen, allerdings erkämpft bei durchaus schwierigen Bodenverhältnissen. Nahezu jeder, der den Aufstieg gewagt hat, ist einmal ausgerutscht. Oben hat uns der ein oder andere Schauer erwischt, was jedoch nicht so schlimm war, wie das, was uns noch etwarten sollte.

Am nächsten Fotopunkt, den Coral Beaches, sind wir in den in einen ausgiebigen Regenschauer gekommen. Besonders der Rückweg zum Auto hat bei jedem für durchnässte Kleidung gesorgt.

Danach gab es zum Ausgleich den wohl leckersten Kuchen auf der Isle of Skye oder gar in Schottland.

Allerdings ist zwecks Trockenlegung der Teilnehmer der Neist Point sprichwörtlich leider ins Wasser gefallen.

Ohne weitere fotografische Aktivitäten waren wir beim letzten Essen auf der Isle of Skye im No.1, wo wir es uns am bereits letzten Abend auf der Isle of Skye haben gut gehen lassen.

Tag 9 – Highlands

Nach dem Frühstück stand uns der Tag mit den meisten Meilen bevor. Gemäß dem Wunsch der Teilnehmer noch ein Castle anzuschauen, wurde das Urquhart Castle am Loch Ness mit in die Route aufgenommen. Aufgrund der einmaligen Lichstimmung legten wir am Eilean Donan Castle noch zwei Fotopunkte ein. Erst vom Norden aus mit Gegenlicht und dann mit Regenbogen vom Süden aus. Was für eine einmalige Chance die uns geboten wurde.

Ohne weitere Pausen ging die Fahrt zum Urquhart Castle malerisch am Loch Ness gelegen. Bei wunderschönem Sonnenschein konnten wir hier noch einmal Schottlands kontrast und abwechslungsreiches Wetter genießen. Weiter ging die Reise in die Nähe von Pitlochry um eine Schlucht zu erkunden. Tages und Reiseabschluss war im Moulin Inn, einem richtig urigen, über 300 Jahre alten Pub.

Tag 10 – Rückreise

Nach unserem letzten Schottischen Frühstück fuhren wir direkt zum Flughafen in Edinburgh. Hier trennten sich die Teilnehmer um wieder in ihre Flieger zu steigen und die Heimat anzusteuern.

Resümee

Ich hoffe und denke, dass es allen gefallen hat auf der ersten großen Lichtfänger Exkursion ins Ausland. Einige schottische Pfunde weniger und einige kulinarische Pfunde mehr, mit vielleicht unvergesslichen Aufnahmen im Gepäck werden wir uns abschließend noch zu einer Besprechung und Auswertung unserer Aufnahmen treffen. Es wurde schon von einem Fotobuch gesprochen, auf dass ich mich schon freue.

Das Wichtigste ist, dass alle Teilnehmer Spaß hatten und jeder auf seine Kosten gekommen ist. Ich wünsche mir, dass die  Erwartungen aller weitest möglich erfüllt worden sind, ob Wasserfälle, Regenbogen, Wolken, Highlands in verschiedensten Licht und Wetterbedingungen, Landschaft und Stadt, Tee und Whisky. Und dass noch einige Wünsche für die nächste Reise geblieben sind…

Zum guten Schluss denke ich, dass es eine Wiederholung geben wird, ob nach Schottland oder anderswo, steht noch nicht fest. Dass wir fahren jedoch schon. 

Für alle diejenigen, die gerne die Fotos sehen möchten, hier der Link zu unserer Flickrgruppe:

https://www.flickr.com/groups/4191248@N21/

Viel Spaß beim Stöbern

Tierpark und Botanischer Garten in Bochum

Exkursion zum Tierpark und zum Botanischem Garten in Bochum

Bei durchwachsenem Wetter machten Dietmar , Margit und ich uns um 9 Uhr auf nach Bochum, dort trafen wir uns um 10 Uhr mit Ansgar, Nicole und Jörg. Gemeinsam ging es dann zum ersten Highlight des Tages, der Fütterung der Seelöwen und Pinguine. Was für ein Spektakel, Pinguine und Seelöwen bekamen Fisch, unglaublich oder? Nach diesem einzigartigen Ereignis ging jeder bei leichtem Nieselregen auf die Jagd nach seinem Foto des Tages.

Das Aquarium und Terrarium bietet hier sehr viele Möglichkeiten, denn dies ist das wirklich Sehenswerte in diesem kleinen aber feinen Tierpark. 

Um 12 Uhr hatten wir genügend im Tierpark fotografiert und kamen überein im benachbarten Franz Ferdinand einen Kaffee zu trinken, Jörg verabschiedete sich an dieser Stelle. 

Zu Margits größter Verzückung entpuppte sich das Franz Ferdinand als Wiener Kaffeehaus mit diversen Österreichischen Spezialitäten und auch Kaffeespezialitäten. Es blieb also nicht nur beim Kaffee sondern auch der Apfelstrudel musste unbedingt verkostet werden.

Frisch gestärkt fuhren wir dann zum Botanischen Garten an der Universität und konnten dort in Bereiche gelangen, die sonst verschlossen sind und sahen die verschiedensten Chilischoten in den unterschiedlichsten Schärfegraden, die mit Schärfegrad 10 hatte den Beinamen Fataliis. Es gab riesige Seerosenblätter zu bestaunen und bizarre Blüten von Orchideen und anderen Blumen. In der Tropenhalle hatten wir Glück, dass unsere Objektive nicht beschlugen, am Teich waren die Frösche bereits ausgezogen, trotzdem fanden wir dort auch andere fotogene Objekte. Einzig der Chinesische Garten entpuppte sich als nicht zugänglich, da sich dort eine Horde interessierter Zuhörer um irgendeinen Professor scharrte die den Eingang damit gänzlich blockierten. Da es nun auch schon auf 16 Uhr zuging, machten wir uns wieder auf Richtung Auto.

So ich hoffe alles zusammengefasst zu haben und den meines Erachtens wenigen Teilnehmern hat es gefallen.

Sabine

 

Rapsfelder

Rapsfelder-Exkursion am 06.05.2017

Ursprünglich war geplant, dass wir mit Ralf am 06.05.2017 uns zum Rapsfelder-Fotografieren zwischen Eisborn und der Sorpe treffen.
Am 02.05. hatten wir unser Lichtfänger-Treffen im Studio und da teilte uns Ralf mit, dass wir ein Riesenproblem haben – die Natur hat sich einfach nicht an unseren Zeitplan gehalten und die Rapsfelder waren bereits verblüht.
Ralf ist dann noch in der näheren Umgebung von Iserlohn herum gefahren und hat weitere Rapsfelder gesucht, die als Objekt zur Verfügung (bzw. zur Blüte) stehen. Aber die Vegetation im städtischen Bereich ist einfach zu weit gewesen.

Daher haben wir das offizielle Treffen am 06.05.2017 ausfallen lassen.

Aber:
Der „Virus“ Rapsfelder war trotzdem in unsere Köpfe gepflanzt.

Ich war zufälligerweise im Bergischen unterwegs und habe dort mehr links und rechts von der Straße als auf die Straße geschaut. (Gut das der Verkehr da nicht so gestört hatte.)
Bei Zurstraße habe ich dann neben schönen Rapsfeldern auch einen Parkplatz gefunden, so dass ich auch halten und vom Motorrad absteigen konnte. Da man ja heutzutage das Mobiltelefon immer dabei hat, ist auch dann eine qualitativ gute Fotografie möglich. (So versprechen das immer die Hersteller.)

Auch anderen Lichtfängern sind noch ein paar Fotos gelungen.
Diese sind in der Galerie zu besichtigen.

Ansgar

Galerie der Rapsfelder

U-Bahn Westfalenhallen

Dauernd sieht man sie… diese genialen Fotos aus U-Bahnstationen. Ein Grund, mit den Lichtfängern eine Exkursion in genau so eine Location zu machen.
Die U-Bahnstation „Westfalenhallen“ ist unser heutiges Ziel.
Tobi als Organisator holte vorher die Fotoerlaubnis bei der DSW21 (Dortmunder Stadtwerke) für uns ein, da es in Dortmunder U-Bahnhöfen nicht selbstverständlich ist, dass man dort einfach „rumknipsen“ kann. Also keine Alleingänge… früher kommen.. früher gehen… ist nicht… immer schön in der Nähe von Tobi bleiben, da er als Besitzer dieses Schriftstücks der wichtigste Mann an diesem Tag ist. 😉
Früher Vogel fängt den Wurm … oder aber auch: Wer zu früh kommt, steht vor herunter gelassenen Toren, die zum Objekt der Begierde führen. Eine Großstadt wie Dortmund hat U-Bahnöffnungszeiten??? Verrückt!
Also erst mal „oben rum“ fotografieren. Das Wetter ist gut…. Gegen die Kälte helfen ja Handschuhe und Mütze.
Endlich… um kurz nach 8 Uhr rollen endlich die schweren Tore nach oben und der Zutritt in den Untergrund mit dem immer gleichen Geruch ist frei.

Nun tummeln sich an zwei Gleisen die Frühaufsteher und versuchen sich in Langzeitbelichtungen von ein- und ausfahrenden U-Bahnen, nehmen die Anlage architektonisch unter die Lupe oder machen Street-Aufnahmen von den Fahrgästen.

Nach ca. drei Stunden machen sich alle mit vielen Fotos auf der Speicherkarte auf den Heimweg. Nur zwei ganz Fleißige (Margit und Sabine) tummeln sich noch auf dem Gelände und werden prompt von der Security, die bis dahin nicht in Erscheinung getreten ist, angesprochen, ob sie eine Genehmigung zum Fotografieren haben. Nach einem kurzen Gespräch und sehr überzeugenden Worten, ist der Bewacher über den Untergrund besänftigt und glaubt den beiden, dass „der Fotofreund mit der Genehmigung“ erst vor paar Minuten das Weite gesucht hat.

Ende gut – alles gut!

Tanja



 

Galerie der U-Bahnstation Westfalenhallen

Sterbecker Tal

Exkursion am 17.06.2017

Schon der Beginn ist etwas ungewöhlich, der Treffpunkt für unsere kleine Entdeckungstour und Wanderung ins Sterbecker Tal ist eine Autobahnraststätte. Von hier aus geht es, durchaus abenteuerlich, durch den Wald und einen Tunnel. Nach der kleinen Jungeltour erreichen wir einen unscheinbaren Platz im Wald, auf beiden Seiten sind unscheinbare Erdhügel erkennbar. An einer Stelle ist ein Eingang zu sehen. Ähnlich sieht es etwas weiter unten auf der anderen Seite aus. Gut, dass wir Kooridnaten erhalten haben. Die Stellen sind so zugewachsen und damit unscheinbar, dass sie schwer zu erkennen sind.Die Natur hat sich schon sehr viel zurückerobert.

Das besondere an diesem Lost Place ist, dass hier einmal Sprengstoff und Munition hergestellt wurde. Verteilt auf die gesamte Länge des Tals waren die Fabrik- und Produktionsgebäude verteilt, von denen heute nur noch wenig zu sehen ist. Das erklärt die Wälle und weit verteilten Gebäude, die im Fall einer Explosion die Druckwelle noch oben ableiten sollte und den Schaden auf einen kleinen Teil beschränken sollte. 

Hinter einem der Hügel bzw. Schutzwällen befindet sich ein eingestürztes Gebäude. Weiter den Weg entlang steht noch ein ganzes Gebäude hinter einem Wall. Weiter unten am Ende des Tals befinden sich noch einige Gebäude, von denen einzelne noch bewohnt sein sollen.

Spannend ist die Natur zu beobachten und zu fotografieren, wie sie sich die ehemaligen Anlagen aus Stein und Beton wieder zurück erobert. Da die einzelnen Stellen teilweiese recht beengt sind, teilen wir uns zum fotografieren und suchen auf.

Thorsten

Galerie des Sterbecker Tals

Affen- und Vogelpark Eckenhagen

Die Exkursion in den Affen- und Vogelpark Eckenhagen am 22.07.2017

Unsere Exkursion in den Affen- und Vogelpark mit anschließendem gemeinsamen Grillen bei uns am Campingplatz war ein durch und durch abwechslungsreiches Erlebnis. Aber eins nach dem anderen:

Angefangen hat für mich die Exkursion mit der Vorbereitung für das Event. Ca. eine Woche vor dem 22.07. habe ich den Einkaufszettel für das Grillen nach dem Parkbesuch geschrieben. Es kommen 13 Personen – 7 Lichtfänger und 6 Partner (+ ein Hund).

Irgendwer muss ja auch den Fotografen nach Hause fahren.

Das Zusammenschreiben des Zeitplans mit der Angabe von wann (11 Uhr) und wohin (Eckenhagen) ist ja aufgrund der Vorlagen von Peter recht einfach – Copy und Paste – neue Adresse – neue Uhrzeit – Fertig. (Danke Peter.)

Nicht fehlen darf die Vorausschau auf das Wetter. Sowohl der Affen- und Vogelpark als auch das anschließende Grillen ist unter freiem Himmel. Wenn es da nicht regnet, wäre das schon klasse. Sieht aber gut aus in der 7-Tage-Prognose.
(Meine Arbeitskollegin sagte mir vor langer Zeit einen Spruch ihres damaligen Professors: „Das blöde an der Prognose ist, dass sie sich auf die Zukunft bezieht.“ Das sollte sich auch noch bewahrheiten.)

Dienstag:
Beim Lichtfänger-Treffen im Studio kann ich mir die zwei neuen Bierzelt-Garnituren abholen. Unsere Campingplatz-Parzelle ist sehr gut auf zwei Personen ausgelegt und etwas Besuch bekommen wir auch unter. Aber 13 Personen – da reichen weder Tisch noch Stühle. (Gut, dass wir erst vor Kurzem einen 10-jährigen Hochzeitstag mitfeiern durften und dafür die Bierzelt-Garnituren angeschafft haben.)
Ich fahre einen 5er BMW Kombi, da bekomme ich die Tische und Bänke doch spielend rein.
Dachte ich.
Ich wurde eines Besseren belehrt.
Rücksitzbank umklappen – reicht noch nicht.
Beifahrersitz nach ganz vorne machen – reicht immer noch nicht.
Bierzeltgarnituren diagonal in den Wagen gelegt und Heckklappe mit sanfter Gewalt zugedrückt – passt.

Nur die Wettervorhersage, die macht mir schon ein paar Sorgen. Bewölkt mit einer Regenwahrscheinlichkeit von 30-80% ist nicht sooo prima.

Bis zum Freitag war dann doch alles recht entspannt – einfach nur warten.

Freitag:
Heute ist Grillzeug-Shoppen angesagt. Wir stehen beim Tuffi-Rewe an der Fleisch-Theke und bewundern die Auslage.
Zum Glück haben wir, in der sich gerade entstandenen Schlange vor der Theke, einen der vorderen Plätze belegt. Die hinter uns Stehenden müssen dann schauen, was wir noch übriglassen. (Es war aber genug noch im Lager. Es gab kein Gemenge.)
15 Würstchen, 6 Hähnchen-Ananas-Spieße, 4 Hähnchenbrustfilets, 3 Sparerips, 4 LaDöna-Spieße, 9 Schweinefilets. Das sollte reichen – neben Brot, Salat, Gemüse, …

Wetter für Samstag – so lala. Es wird schon werden. Hoffentlich.

Samstag:
7 Uhr – es geht los. Die Bierzeltgarnituren werden aus Platzgründen auf eine Garnitur reduziert. Wir haben ja noch einen Tisch und das mit den Stühlen wird auch klappen. Nachdem der Transport in meinen gar nicht mehr so großen 5er BMW Kombi nun einmal fast schiefgegangen ist, lege ich nun eine Garnitur auf den Beifahrersitz, der nach ganz unten und hinten geschoben wird und die Rückenlehne flach geneigt wird. Voilà – passt. Nicole kann sogar noch hinter mir Platz nehmen und im Kofferraum ist neben der Fotoausrüstung auch das Grillgut.
Auf zum Campingplatz.

Wetter: wie halt so morgens das Wetter nach einer regnerischen Nacht ist – leicht diesig, aber trocken. Schöner Dunst und Nebel ist auf der A45 zu sehen. Und nirgends darf man anhalten. Grrr….

Am Campingplatz angekommen, räumen wir alles aus dem Auto und warten darauf, dass es 10 Uhr wird, damit wir nach Eckenhagen fahren können.

Wetter: das ist richtig herrlich hier. Wenn das so bleibt, dann wird das richtig toll heute.

Aussicht vom Campingplatz aus auf den Lingese-Stausee

10:00 Uhr: Wir fahren zum Affen- und Vogelpark Eckenhagen. Die Adresse „Am Bromberg in 51580 Reichshof“ ist schnell im Navi eingegeben und eine freundliche Damenstimme führt mich durchs Bergische Land.

10:30 Uhr: Susanne ruft an. „Wir kommen nicht an, da die Straßen gesperrt sind.“
Na toll. An meinem Samstags-Event werden Bauarbeiten durchgeführt.
In dem Moment bittet die freundliche Damenstimme darum, dass ich im Kreisverkehr an der zweiten Ausfahrt herausfahren soll – in eine gesperrte Straße. Mist.
Also trotz freundlicher Damenstimme nach Gefühl anders fahren, freundliche Damenstimme ignorieren, bis sie endlich kapiert, dass ich Recht habe und Info an alle über Whatsapp, dass die Ortschaft Allenbach ein Durchfahrtziel sein sollte.

10:50 Uhr: Affen- und Vogelpark erreicht. Der Parkplatz ist voll (komisch, an einem sonnigen Samstag in den Ferien) und das Wetter spielt sogar mit – Sonne, 20 Grad Celsius.

11:00 Uhr: es sind unterdessen fast alle eingetrudelt. (Doofe Baustelle) Nur noch Gerd und Monika fehlen. Waldemar hat Salat im Kofferraum, der vielleicht aufgrund der nun doch guten Temperaturen irgendwie untergestellt werden sollte. Aber wo, wenn es keinen Schatten gibt.

11:10 Uhr: der freundliche Mann an der Kasse gibt uns kostenlos einen Grillhüttenschlüssel, damit wir den Salat dort unterstellen können. Klasse!!!!!
Waldemar bringt schon mal den Salat in die Hütte. Auf die Frage, wo die denn überhaupt ist, sage ich ihm, dass er den Weg runtergehen muss, dann läuft er direkt daran vorbei. (Der Park zieht sich nur etwas – leider auch in den Höhenmetern. Das gibt Mecker!)

11:20 Uhr: wir sind vollzählig. Gerd und Monika haben es auch durch das Baustellen-Chaos geschafft. Die Sonne scheint, alle sind fröhlich, der Tierpark kann kommen.
Kurz hinter dem Eingang gibt es ein Gehege mit Hornträger-Tieren. Da kann man auch reingehen und die Tiere streicheln.

Widder trifft Horntier

Die Gruppe verläuft sich nun recht schnell im Park, nur Susanne wartet noch darauf, dass Waldemar wieder zum Eingang hochkommt. Nach einem Anruf ist das aber auch erfolgt.

Bestes Wetter, was könnte es Schöneres geben. Das geplante Ende für den Parkbesuch ist auf 15 Uhr terminiert. Dann geht es zum Grillen.

(Um 14 Uhr halte ich mal nach allen Ausschau, da ich noch keinen am Affengehege getroffen habe. Wir vereinbaren, dass Nicole und ich schon um 15 Uhr zum Campingplatz fahren und die anderen sich dann melden sollen, wenn sie losfahren. Kartoffeln benötigen ja 40 Minuten Garzeit.)
Nachtrag: Unterdessen weiß ich auch, warum ich keinen mehr gefunden hatte:

Vorglühen im Park

Margit füttert einen Nymphensittich

15:00 Uhr: auf zum Ausgang und schnell noch eine Wegbeschreibung vom Campingplatz gepostet, damit alle vom Campingplatz-Parkplatz unsere Parzelle finden.
Ab und an mal ist da eine Wolke am Himmel, aber die stören nicht.
Gut 40 Minuten Fahrt liegen vor uns.

Und irgendwas hat sich an dem Wetter geändert. Auf halber Strecke war es das mit dem Sonnenschein, nach etwas Wolken kommen viele Wolken, dann dunkle Wolken und dann regnet es. Oh je oh je.
Das ist aber nur unterwegs. Bei uns am Campingplatz ist das Wetter wieder gut. (Reden wir uns ein.)

15:40 Uhr: Ankunft am Campingplatz – es regnet.
Sabine und Michael sind mit Yasper schon angekommen, steigen aber nicht aus dem Auto. (Dabei sollten Hundegassigeher doch Regen gewohnt sein. Tststs.)

15:45 Uhr: ich stehe am Grill und lege die Kartoffeln auf den Grill. (Ich habe einen Überstand, der mich vor dem leichten Nass von oben schützt.) Ob das noch mit dem Regen aufhört?

15:46 Uhr: Tanja schreibt was von Wasserkartoffeln und postet folgendes Bild:

15:51 Uhr: von Susanne kommt noch folgende Ergänzung:

Und ich stehe unter meinem Unterstand am Grill und höre es Donnern. Oh jemine.

16:10 Uhr: Der Regen hat von einem Moment auf den anderen aufgehört und die Wolken reißen auf. Ein richtig großes Stück blauer Himmel.

Es finden sich auch alle bis 16:30 Uhr an unserer Parzelle ein.
(Tanja und Matthias, Anne und Dietmar, Margit, Sabine und Michael, Susanne und Waldemar, Monika und Gerd, Nicole und ich.)
Schnell sind die Tische aufgebaut, Teller und Besteck verteilt, jeder hat schon ein Bier (oder auch was Anderes) und ich bin kräftig am Grillen.


Es wird noch ein richtig toller Nachmittag.

Waldemar schmeißt zum Ende des Essens eine Runde Jägertee – sehr lecker.

nach dem Essen

Tanja hat eine Begabung für den richtigen Blick: (den Schirm habe ich nun schon so lange, warum habe ich das nicht vorher schon gesehen?)

Um 21 Uhr sind dann alle auch wieder auf den Weg nach Hause. (Vielen Dank an alle – ihr habt super mitgeholfen beim Aufbauen und Abwaschen.)

Ansgar

Galerie des Affen- und Vogelparks Eckenhagen

Praxisabend – Edeldruckverfahren Cyanotypie

Am nächsten Lichtfänger-Treffen – Dienstag, 16.05.2017 –  widmen wir uns den Edeldruckverfahren, bzw einer Technik aus vielen Verfahren, nämlich der Cyanotypie.

Der Oberbegriff Edeldruckverfahren wird vorwiegend in der künstlerischen Fotografie und Druckgrafik verwendet und umfasst alle manuell ausgeführten fotochemischen Verfahren zur Herstellung des Druckstockes und zur Vervielfältigung auf Papier oder Glas mit lichtempfindlichen Chemikalien. Als fotografisches Verfahren wird dabei die Gesamtheit aller chemischen Techniken in der Fotografie bezeichnet, mit denen ein fotografisches Bild auf einem Trägermaterial (zum Beispiel Papier, Glas, Zelluloid, Leinwand) in der darauf aufgebrachten Fotoemulsion erzeugt wird. (Quelle.Wikipedia)

Geschichte der Cyanotypie

1842 entwickelte der englische Naturwissenschaftler und Astronom Sir John Herschel dieses Verfahren, welches nach der Daguerreotypi und Talbotypie/Kalotypie das dritte Verfahren war zur Herstellung von stabilen fotografischen Bildern. Die Botanikerin Anna Atkins nutzte diese Technik, um Abbildungen ihrer wissenschaftlichen Proben anfertigen zu können. https://www.lichtmikroskop.net/geschichte/anna-atkins.php

Es ist ein Verfahren, das auf Eisen und nicht auf Silber beruht, welches sonst bei der herkömmlichen Herstellung von Photoabzügen (und den zuvor erfundenen Verfahren) verwendet wird.

Lange wurde die Cyanotypie nicht zu den Edeldruckverfahren gezählt, zur Vervielfältigung von Plänen war sie jedoch seit 1870  weit verbreitet. Daher stammen die Begriffe  „Blaupause“ und „Blueprint“. 

Wir erstellen ein Cyanotypie

Die Cyanotypie, auch als Blaudruck, Eisenblaudruck bekannt, ist ein altes fotografisches Edeldruckverfahren mit typisch cyanblauen Farbtönen

Grünes Ammoniumeisen(III)citrat und  Rotes Blutlaugensalz (Kaliumhexacyanoferrat(III)) sind die benötigten Chemikalien.
Beides wird mit Wasser zu Lösungen vermengt und kurz vor Gebrauch zusammengemischt. Dann trägt man die Flüssigkeit mit einem Pinsel, Schwamm oder was man möchte, auf Papier auf. Wir nutzen Aquarellpapiere, da diese stärker sind und gut wasserverträglich. Das Papier wird mit einem Fön getrocknet, wenn es schnell gehen soll . Dieses geschieht bei Rotlicht, wie es in der Dunkelkammer verwendet wird.
 
Anhand digitaler Technik erstellen wir von einem Foto ein Negativ und drucken es auf Folie. Die Folie sollte groß genug sein, denn die Cyanotypie ist ein Direkt- oder Kontaktverfahren. _mg_6200-schnecke-negativ-2img_2083-negativ
Dann wird belichtet. Zwischen zwei Glasplatten wird das Negativ auf dem Papier fixiert.
Die Chemikalien reagieren auf UV Licht, d.h. wir legen es einfach in die Sonne, oder wie in unserem Fall, unter einen Gesichtsbräuner.

Deutlich sieht man dann, wie die farblose Flüssigkeit auf dem Papier gelblich wird. Je nach Negativ an manchen Stellen mehr, an anderen weniger.dsc_2514

 
Danach wird gewässert. Die Zeit bestimmen wir nach nach Gefühl. Die belichteten Stellen sind wasserunlöslich, dort wo kein Licht hingefallen ist, kann die Farbe aus dem Papier ausgewaschen werden. Und so entwickelt sich langsam ein Bild.
Anschließend kommt ein Bad mit Wasser und  3%ger Wasserstoffperoxid Lösung. Das kennen viele, Blondiermittel arbeitet auch auf der Basis. Legt man das Bild also in dieses Bad, entsteht ein Wow-Effekt. Die blaue Farbe gewinnt an Intensität.dsc_2502

Dann noch trocknen lassen und fertig ist das Bild! Jedes Einzelne für sich ein Unikat!

Durch das individuelle Auftragen der Chemikalien auf das Papier entstehen immer wieder neue Strukturen, mit denen sich auch prima experementieren lässt!img_3665-3

Negativ und Positiv:dsc_2513Viele tolle Sachen lassen sich damit erstellen. Besonders schön sind auch Portraits in Cyanotypie.

Was benötigen wir:

Alle Chemikalien sind im Studio vorrätig. Papier ist ebenfalls in ausreichender Menge vorhanden. Jeder Teilnehmer sucht aus seinen Fotos ein geeignetes Motiv und schickt vorab dieses per E-Mail. Daraus wird das benötigte Negativ erstellt und auf einer speziellen Folie ausgedruckt. Bis DIN A4 Größe ist das möglich. Somit haben alle Teilnehmer dann ein Negativ, mit dem sie das eingestrichene Papier belichten können.

Für Materialen und Chemikalien wird ein Unkostenbeitrag von 5€ fällig.

Natürlich darf auch jeder an diesem Abend teilnehmen, der einfach nur mal zuschauen möchte.

Heike

K21 in Düsseldorf

Auf nach Düsseldorf …. Dieses Mal fahren wir ins K21 – ein architektonischer Leckerbissen mit seinen im Inneren wunderschönen Säulen, den weiß geputzten Wänden und der großen Glaskuppel. Genau unter dieser kann man auf 2500 m² Stahlnetz scheinbar schwebend in einem nachempfundenen Spinnennetz krabbeln. Ein direkter Blick nach unten lässt einen schon kurz schlucken, aber in Vertrauen auf das Material geht es dann weiter…. gehend, krabbelnd und liegend. Ca. 10 Minuten darf man „in orbit“ verweilen, bevor man sich wieder auf standfesten Boden begeben muss.

Die Kamera wieder in der Hand, wird das Museum von oben bis unten „abgearbeitet“. Irgendwo sieht irgendwer immer wieder etwas, das er in Szene setzen möchte. Die Menschen, die sich jetzt im Netz befinden, die angestrahlten Decken, Treppenaufgänge, Geländer, aber auch Besucher, die scheinbar ins Nichts gucken, wenn sie die Mutigen weit oben im Netz beobachten. Auch im Außengelände, das einen See beherbergt, können schöne Bilder gemacht werden. Jogger im Licht der Frühlingssonne, ein brütender Schwan oder auch eine Braut, die sich mit ihrem Mann für ihr Fotoshooting vorbereitet.

Ein gelungener Tag geht dem Ende entgegen. Nun nur noch ein kurzer Spaziergang zum Auto… ab und an die Kamera Richtung einer Fassade…abdrücken… und ab nach Hause.

Tanja

Galerie des Museums K21 in Düsseldorf

Cuxhaven

Foto: Tobias Schlegel

Vollsperrung auf der A1. Es regnet, es stürmt und es ist dunkel. Überall stehen Massen an Autos, es geht einfach nicht vorwärts.

Na, das fängt ja gut an.
Es ist Donnerstag Abend. Dietmar, Jörg, Sabine und ich sitzen im vollgepackten Auto, auf dem Weg nach Cuxhaven. Dort treffen wir uns mit den restlichen Lichtfängern, wir wollen gemeinsam ein langes Wochenende verbringen und unserer Leidenschaft Fotografie frönen. Doch nun stehen wir mitten im Stau. Noch nie war es so schwierig, auf eine Autobahn zu fahren. Alle Auffahrten zur A1 und die Umgehungsstrassen sind überfüllt mit Autos aufgrund dieser Vollsperrung.
Ungefähr eine Stunde dauert es, dann kommen wir endlich in Schwerte auf die Bahn und ab da läuft es ganz gut.
Gegen 22 Uhr ist das Ziel erreicht. Cuxhaven-Döse, dort steht das Ferienhaus von Susanne und Waldemar. Die beiden sowie Hans-Joachim und Christine erwarten uns schon. Um 23 Uhr kommt endlich auch der Rest, bestehend aus Tanja, Tobias, Caro und Margit.
Nach einer feuchtfröhlichen Begrüßungsrunde gehen alle in ihre Wohnungen und Betten, denn irgendjemand kommt auf die Idee morgens um sechs den Sonnenaufgang zu fotografieren.
 
Und so beginnt der erste Tag sehr früh. Noch verschlafen tapsen wir durch den Park über den Deich zur Kugelbake. Und irgendwo hinter den Wolken ist bestimmt auch die Sonne aufgegangen! Von Romantik fehlt jedenfalls jede Spur! Der Wind ist eiskalt und heftig, Mützen müssen mehrfach eingefangen werden.
Und trotzdem lassen wir uns nicht unterkriegen!
 
Zurück in der warmen Wohnung wird erstmal ausgiebig gefrühstückt! Jeden Morgen ist das eine gemütliche Runde. In unserer Wohnung sind Tanja, Sabine, Margit und ich. Eine nette Frauenrunde.
 
Da das Wetter für Samstag keine guten Prognosen hat, heute am Freitag aber die Sonne scheint, ziehen wir unsere Wattwanderung vor. Über die Promenade schlendern wir in Richtung Dunen, naja, es ist eher ein Stop and Go, da irgendeiner immer anhält um irgendetwas zu fotografieren.
Zwischendurch vollziehen wir eine Hexenverbrennung auf dem Scheiterhaufen, die daran scheitert, dass das Gestrüpp zu nass ist. Also bleibt Tanja unter uns. Vielleicht kommt Scheiterhaufen sogar von scheitern?
 
Angekommen in Dunen entscheiden Sabine und ich, dass wir nicht an der Wattwanderung teilnehmen. Wir schauen zu wie alle ihre geliehenen Gummistiefel (das kostet übrigens 5€ pro Paar!) anziehen und machen uns lustig über ein paar sehr reizvolle Modelle im Krokodillederdesign. Christine hat ihre eigenen Stiefel mit und stellt erst vor Ort ein riesiges Loch in denen fest. Nasse Füße sind vorprogrammiert.
 
Bald gehen sie fröhlich quatschend los, Sabine und ich beobachten alles aus einem gemütlichen Café.
Bis Sabine anfängt zu lachen. Ein Watttümpel muss von unseren Fotokollegen durchquert werden…und wie war das noch mit Christines Stiefeln? Gentlemen Hans-Joachim packt seine Frau und nimmt sie Huckepack. Und kurz vor Ende des Wasserlochs kommt er ins straucheln…aber: alles geht gut und beide kommen trockenen Fußes an.
Nicht soviel Glück hat Margit. Während sie durch das Watt läuft, bleibt ihr Fuss im Schlick stecken und Platsch! Da liegt sie! Die Kamera natürlich weit in die Höhe haltend! Zum Glück ist Margit komplett in Regenkleidung gehüllt. Ihre quietschgelbe Regenhose und die türkisfarbene Regenjacke sowie die äußerst schicken Krokodillederstiefel bewahren sie vor kompletter Durchnässung.
Kaum hat der Wattführer ihr hochgeholfen, kommt er ins Schwanken und landet auch im Wasser.
 
Zu allem Überfluss kommt dann auch noch Wasser von oben in Form von Hagel und Regen. Alle eilen nach Hause um sich vor dem Kegeln aufzuwärmen und zu duschen.
Im Kegelzentrum in Cuxhaven gibt es leckeren Fisch und anschließend geht´s auf die Kegelbahn. Thorsten trudelt im Laufe des Abends auch ein, damit ist die Truppe endlich komplett!
Zurück im Ferienhaus sitzen wir wie jeden Abend in kompletter Runde in der großen Wohnung zusammen. Der vorhandene Alkohol soll ja vernichtet werden. Es wird viel geflachst und gelacht und reihum ist jeder mal an der Reihe und wird aufgezogen. Tanja ist immer noch voller Elan und will raus zur Kugelbake um die Aida zu sehen. Den ganzen Tag wurde schon spekuliert, wann sie wohl vorbeifahren würde. Mittels einer App verfolgte Jörg den Kurs des Kreuzfahrtschiffes. Und jetzt am Abend scheint es soweit zu sein, dass die Aida Prima Richtung Hamburg in die Elbe einfährt. Doch plötzlich will keiner mehr mit Tanja gehen, obwohl die Aida den ganzen Tag über Gesprächsthema war.
 
Am Samstag will keiner zum Sonnenaufgang. Außer Thorsten. Der Rest schläft richtig lange. Vor acht, halb neun rührt sich nichts im Haus.
Außerdem ist das Wetter ungemütlich. Regen, Regen und Regen. Aber solange die Kamera keinen Schaden nimmt, hält das doch einen Fotografen nicht davon ab raus zu gehen!
Also werden Alternativen gesucht. Als erstes stürmen alle das Bahlsen Outlet! Okay, fotografiert wird da nicht. Aber eingekauft. Jede Menge Kekse und anderer Süßkram. Die vollgepackten Tüten und Kartons werden in den Autos verstaut, dann geht es ins Museum Windstärke 10.
 
Wer mich kennt, der weiß: Ich mag Museen. Von außen!
Aber bei dem Wetter gehe sogar ich mit ins Museum. Und es ist gar nicht so schlecht. Die Ausstellung zeigt die Arbeit und Gefahr der Seemänner in früheren Zeiten.
Eine wirklich schöne Fotografie-Ausstellung ist ebenfalls zu sehen. Bilder aus ganz Europa, darunter welche aus Frankreich. Es gibt sogar ein Bild von einem Ort, an dem ich letztes Jahr an meinem Geburtstag gesessen habe! Nun habe ich wieder Fernweh.
 
Abschließend gibt es ein Fischbrötchen in den Fischhallen, dann eine kurze Pause daheim.

Abends gehen wir nämlich noch zum Spanier. Dort ist dann mal wieder die Aida das Thema. Nach einem Liegetag im Hamburger Hafen soll sie nun auf dem Weg über die Elbe zur Nordsee sein. Und kommt dann wieder an der Kugelbake vorbei. Ein Verdauungsspaziergang nach dem Essen tut immer gut, also marschiert die ganze Gruppe los. Und siehe da, die Aida kommt tatsächlich! Kamen doch immer wieder Zweifel auf, wie verlässlich denn nun so eine App ist. Was für ein Anblick. Um es in den Worten von Sabines Freundin zu sagen: Die Aida Prima sieht aus, wie ein Kirmesplatz von weitem! Total bunt, mit Lichtern in allen Farben! Eigentlich total kitschig, aber um Fotos davon zu machen genau richtig. Und das ist gar nicht so einfach! Auf dem Stativ wackelt die Kamera vom Wind, aus der Hand ist ebenfalls nicht so einfach, bewegt sich das Schiff doch schneller als gedacht. Es ist stockdunkel und wie soll es auch anders sein, es nieselt und stürmt. Trotzdem bekommen einige echt tolle Fotos hin! Ich selbst hab nur mein Handy dabei.

Nur ein Handy Foto 😉

Der Tag selbst kling dann wieder in gemütlicher Runde aus.
 
Sonntag. Ausschlafen. Kein Sonnenaufgang. Regen. Fischmarkt.
Unter dem Fischmarkt habe ich mir ehrlich gesagt mehr vorgestellt. Im Grunde ist es ein Trödelmarkt entlang am Hafen. Einzig ein oller Seemann hat es uns angetan. Sein Boot liegt vertäut an der Kaimauer, auf der Hafenkante steht sein Räucherofen und darin hängen die Fische. Der Buchenrauch riecht so lecker! Der Kapitän ist genauso, wie man sich einen richtigen Kapitän vorstellt. Rauh aber herzlich! Und redselig. Dunen sei hässlich geworden und im Sommer könne man nicht mehr vom Fahrrad fallen, so ein Gedränge herrsche auf der Promenade. Und jeder Grashalm werde sofort mit Beton übergossen. Aber ohne die Touristen ist es auch irgendwie Mist. Wir kaufen noch frisch geräucherten Heilbutt bei ihm, dann ruft er hinter uns her: „Wenn ihr den gegessen habt kommt ihr wieder und kauft nie mehr woanders welchen!“
 
Nachmittags fahren wir nach Sahlenburg. Dort ist das Wattmuseum und die Heide. Naja, Museum, ich sagte ja…das sehe ich gerne von außen. Also spaziere ich lieber am Strand entlang und lasse die anderen ziehen. Dort lerne ich Hartmut kennen. Ein älterer Herr, er sagt er käme aus Belgien und würde Sahlenburg lieben.
Er sei auf der Suche nach bestimmten Holzstücken. Diese haben eine Nummer und werden aus Schiffen an festgelegten Stellen ausgeworfen. Wer so ein Stück findet, gibt die Nummer an ein Institut weiter und man kann somit die Meeresströmungen nachvollziehen. Wichtig ist das für den Umweltschutz.
 
Wie immer kling der Abend in gemütlicher Runde aus, mit Pizza und dem Restalkohol sowie einer Menge Bahlsen Produkte.
Und wie es bei Fotografen natürlich so ist, kann man sich an Bildern nicht satt sehen! Wir schauen uns auf dem Fernseher alle Bilder reihum von jedem an, was einige Stunden dauert.
Thorsten ist leider nicht mehr dabei, er reiste am frühen Abend ab.
Für uns ist Abreise erst am nächsten Morgen.
 
Alles in allem war es ein gelungener Ausflug! Okay, das Wetter hätte besser sein können. Aber es ist nun mal Februar. Es gibt kein schlechtes Wetter, nur schlechte Kleidung. Die Gruppe hat harmonisch miteinander funktioniert, die Jüngsten sind Anfang 30, die Älteste von uns ist 75  😉 und jeder für sich ist ein anderer Charakter. Unsere Gastgeber Susanne und Waldemar haben uns tolle Tage beschert. Danke dafür!
Die langen nächtlichen Gespräche abends mit Tanja im Bett werde ich vermissen. Irgendwie fühlte ich mich zurückversetzt in meine Jugend. Es war wie auf einer Klassenfahrt.
Mein Fazit: Ich freue mich auf unsere nächste gemeinsame Fotoreise!
 

Heike